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Kurs für gewaltfreie Konfliktlösung

Konfliktprävention im öffentlichen Raum

Einsatzmöglichkeiten

Grundlagen

Kontakt

Konfliktprävention im öffentlichen Raum

Konflikte dort lösen, wo sie statt finden - im öffentlichen Raum. Und gelöst von Menschen, die sich dort aufhalten - Zivilpersonen. Das ist die Idee hinter dem Pilotprojekt Konfliktprävention im öffentlichen Raum durch Zivildienstleistende. Da sich dieser Ansatz mit Zivildienstleistenden als erfolgreich herausgestellt hat, wird das von der GSZ in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzzentrum für interkulturelle Konflikte TikK entwickelte Angebot ab 2010 von der Vollzugsstelle für den Zivildienst ZIVI weitergeführt.

 

Umsetzung

Bei diesem Projekt werden zwei Zivildienstleistende einer Gemeindestelle oder lokalen Institution angegliedert. Ihre Aufgaben werden gemäss den Bedürfnissen der Gemeinden in einem Pflichtenheft definiert. Sie suchen regelmässig zu Tages- und Nachtzeiten öffentliche Plätze auf, beobachten die Situation und treten mit Jugendlichen und der Bevölkerung in Kontakt. Dabei erfassen sie Bedürfnisse und Probleme. Ihre Erkenntnisse tragen sie zurück an ihre Vorgesetzten und andere Gemeindestellen. Sie leisten somit einen Beitrag zur Prävention und Transformation von Konflikten. Je nach Gemeinde arbeiten die Zivis auch beim Tagesbetrieb oder den Projekten ihres Einsatzbetriebes mit. Vom Kompetenzzentrum für interkulturelle Konflikte TikK werden sie vor dem Einsatz geschult und während dem Einsatz gecoacht.

 

Pflichtenheft

60% Präsenz im öffentlichen Raum: Präsenz zu zweit im öffentlichen Raum gemäss Instruktion durch den Vorgesetzten; Kontaktaufnahme mit Einzelpersonen und Gruppen, Vermittlungsfunktion und Information über Angebote (Freizeitbereich und Hilfe); Rückmeldung an den Vorgesetzten.

5% Journal: Schriftliches Festhalten der Erfahrungen.

10 - 15 % Vernetzung: Austausch mit Vorgesetzten und beteiligten Stellen/Personen.

10 - 15% Projektarbeit: Unterstützen des Einsatzbetriebs bei laufenden Projekten.

10% Schulung/Coaching: Betreuung durch Vorgesetzte, Teilnahme an Schulungstagen.

 

Bedingungen für Gemeinden

Die Gemeinde ist genügend gross bzw. hat genügend Bedarf, um einen oder zwei Zivis zu 100% während mindestens drei Monaten einzusetzen und auszulasten.

Die Gemeinde leistet Gewähr für die gute Betreuung der Zivis. Die Eingliederung in ein Team ist von Vorteil.

Der Einsatzbetrieb bezahlt die Kosten für den ordentlichen Zivildiensteinsatz. Diese betragen CHF 1'500 bis 2'000 (abhängig von Kost und Logis). Zwei Zivis für drei Monate kosten somit CHF 9’000-12'000.

Das zuständige Zivildienst-Regionalzentrum berät auf Anfrage gerne und stellt die erforderlichen Formulare aus. Alle Unterlagen und Adressen sind unter www.zivi.admin.ch zu finden. Das Verfahren dauert rund ein bis zwei Monate.

 

Infos für Zivis

Deine Präsenz im öffentlichen Raum wird von den meisten Personen geschätzt und hat eine gewaltpräventive Wirkung. Der Einsatz ist sehr lehrreich und spannend, aber auch anspruchsvoll und teilweise langweilig. Bedingung ist eine hohe Motivation, Sozialkompetenz und das Mindestalter 21. Durch die Auseinandersetzung mit Jugendlichen, Gemeindebehörden und der breiten Bevölkerung erfährst du viel über die Bedürfnisse dieser Personen und Stellen und über die Hintergründe von Konflikten. Direkt bei Konflikten intervenieren musst du erfahrungsgemäss selten.

Interessierte Zivis melden sich direkt bei einem entsprechenden Einsatzbetrieb (siehe EIS oder Liste).

 

Kurzfilm Konfliktprävention 2008, 5 min.

 

 

Film längere Version (18 min, 2 Teile)

Eine DVD dieses Films kann für CHF 10 bestellt werden. 

 

Download

Konzept 2008

Schlussbericht 2008

Schlussbericht 2009

Infotext 2009

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